Erntejahr 2024 – DNA-Analyse Frühtracht
Die DNA‑Analyse zeigt, welche Pflanzen unsere Bienen im Erntejahr 2024 besonders häufig besucht haben.
Der Honig besteht aus einer natürlichen Mischung vieler Blüten, wobei einige Pflanzen deutlich stärker vertreten sind als andere.
Bergahorn (23,18 %) ist die wichtigste Trachtquelle, aber nicht dominant genug für einen Sortenhonig.
Himbeere (16,14 %) und Vergissmeinnicht (11,98 %) sind ebenfalls starke Bestandteile.
Weitere Pflanzen wie Kohlarten, Schaumkräuter, Vogelkirsche und Faulbaum tragen zur Vielfalt bei.
Kleine Anteile von Löwenzahn, Weiden, Raps und vielen Wildpflanzen zeigen die breite Pflanzenwelt unserer Region.
Das Ergebnis bestätigt:Unser Blütenhonig 2024 ist ein vielfältiger, regionaler Mischhonig mit einem nennenswerten Anteil an Bergahorn – aber kein Sortenhonig.
Blüenhonig - Vielfalt im Glas (Erntejahr 2024)
Ist der Honig aus der Ernte 2024 dann ein Berg-Ahorn Honig?
Mit 23 % Bergahornpollen ist dieser Honig kein reiner Bergahornhonig, sondern ein Honig mit einem nennenswerten Anteil an Bergahorn.
Eine Sortenbezeichnung als „Bergahornhonig“ wäre aus Sicht der meisten Fachkreise und der Verbraucherinformation nicht angemessen, da der Hauptpollenanteil min. 50% betragen müsste.
In der Honigkennzeichnung gibt es keine einheitlich festgelegte Mindestpollenanteilsschwelle, die einen Honig automatisch als Sortenhonig ausweist. Allerdings orientieren sich Imker und Fachverbände oft an Richtwerten, bei denen ein bestimmter dominanter Pollenanteil (meist deutlich über 50 %) erwartet wird, um einen Honig als Sortenhonig zu deklarieren.
Mischung und Sortenreinheit: Ein Pollenanteil von 23 % zeigt, dass Bergahorn ein bedeutender Bestandteil des Honigs ist, aber nicht die dominante Trachtquelle. Der Honig könnte eher als Mischhonig mit Bergahornanteil beschrieben werden.
Rechtliche und marktübliche Praxis: Für die offizielle Sortenbezeichnung sollte der Honig überwiegend (>50 %) von einer bestimmten Pflanzenart stammen, um Verbraucher nicht irrezuführen.
Bei 23 % ist das nicht der Fall.
Qualitative Bewertung: Neben dem Pollenanteil spielen auch Geschmack, Farbe und andere Eigenschaften eine Rolle bei der Sortenbestimmung.
